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Hochtour "Grüfi"

Gruppenübergreifende Ausfahrt

10.08.2026

„Wer das liest kann lesen.“ Das haben wir am 06.08 ins Gipfelbuch auf dem Karlesköpfle geschrieben, nachdem wir nach einer langen Autofahrt, beeindruckenden Einparkkünsten von Sina und einem schwer beladenen Aufstieg übers Piztaler-Jöchl Richtung Braunschweiger Hütte gelaufen sind. 

Am Nachmittag hatten wir unser Matratzenlager in Beschlag genommen und uns Richtung Todeisfeld aufgemacht, um das Laufen mit den Steigeisen auf dem Eis zu üben. Beim Abendessen ging unser Essenswunsch zwar in Erfüllung, doch die Qualität der Kässpätzle wurde unseren Feinschmecker-Gaumen nicht gerecht. Dafür war die Maissuppe sehr lecker. Nach einem interessanten Zitronenkuchen ging es früh ins Bett.

Um zehn vor sechs klingelte für die Meisten (viel zu früh) der Wecker. Wir wollten schon früh raus, um mit Steigeisen, Seil und Pickel ausgerüstet über einen Gletscher auf den Linken Fernerkogel (3277 m) aufzusteigen. Doch vor dem Gipfelglück erwartete uns nach dem Schneefeld ein gewöhnungsbedürftiger und steiniger Aufstieg. Dieser wurde allerdings mit einem Gipfelvesper bei Traumwetter und Panorama belohnt. Vor dem Abendessen erwartete uns an der Hütte noch eine Spaltenbergungsübung ohne Spalte. Anschließend gab es Gemüsesuppe und Couscous, worüber sich die Meinungen spalteten. Bevor es dann ins Bett ging, spielten wir noch eine Runde Mäxle.

Ein weiteres Mal stärkten wir uns schon früh mit einem leckeren Frühstück, um uns erneut auf den Gletscher zu stürzen. Nach einigen Kilometern fanden wir ein Gletscherloch, welches wir dem eigentlich geplanten Gipfel bevorzugten, um nochmal die Spaltenbergung - dieses Mal realistischer, mit Spalte, zu üben. Parallel versuchten wir uns am Eisklettern. Sobald alle wieder aus der Spalte gerettet wurden, machten wir uns auf den Rückweg. 

Dieser wurde allerdings durch einige Poolausbau-Arbeiten verzögert. So verließen wir den Gletscher, der nun über einen Spa-Bereich mit Wasserrutsche verfügt. Einige waren anschließend noch im kalten See neben der Hütte baden, bevor es zum Kaiserschmarren-Essen ging. Zum Abendessen gab es nach einer Tomatensuppe, Kartoffeln mit diversen Beilagen. Nach einer weiteren Runde Mäxle ging es dann ins Bett.

Nachdem wir erfreulicherweise am Samstag länger schlafen konnten, gab es ein letztes Frühstück auf der Hütte. Wir räumten das Lager auf und lernten noch etwas zur Selbstrettung aus der Spalte. Bevor wir das phänomenal geparkte Auto erreichten, lernten wir noch auf einem Schneefeld, wie man Teilnehmer in den Bergen rum-katapultiert oder einfach einen Fixpunkt baut. Wieder am Parkplatz haben wir zuerst ein Vesper und dann die Ausparkkünste von Moritz genießen dürfen. Am Nachmittag ging es dann mit viel Stau und Känguru zurück nach Ulm.